Speicheldrüsenchirurgie & mikrochirurgische Präzision: Sicherheit, Funktion und Ästhetik

Die großen Speicheldrüsen (die Ohrspeicheldrüse und die Unterkieferspeicheldrüse) spielen eine zentrale Rolle bei der Befeuchtung der Mundhöhle und der Verdauung. Sind sie von Tumoren (gutartig oder bösartig), Steinen (Speichelsteinen) oder wiederkehrenden chronischen Entzündungen betroffen, wird eine gezielte chirurgische Behandlung unerlässlich.

Die Speicheldrüsenchirurgie erfordert eine außergewöhnliche anatomische Expertise, aufgrund der unmittelbaren Nähe wichtiger Nervenstrukturen — insbesondere des Nervus facialis und der motorischen Zungenäste. Mithilfe dezenter, ästhetisch platzierter Schnitte, optischer Vergrößerung und intraoperativer Echtzeit-Nervenüberwachung wird jeder Eingriff unter strikter Wahrung der funktionellen und ästhetischen Integrität des Gesichts durchgeführt.

Präoperative Untersuchung & präzise Bildgebung

Der Erfolg und die Sicherheit des Eingriffs beruhen auf einer sorgfältigen dreidimensionalen Analyse der Läsion und ihrer umgebenden Anatomie:

  • Fortschrittliche Bildgebung (MRT & Ultraschall/DVT): Präzise Abgrenzung der Läsionsränder, ihrer Position im Verhältnis zu den verschiedenen Drüsenlappen sowie Kartierung der Gefäß- und Gangbeziehungen.
  • Zyto-histologische Korrelation: Eine Biopsie oder Feinnadelaspiration wird bei Bedarf einbezogen, um den chirurgischen Zugang exakt auf den histologischen Typ der Erkrankung abzustimmen.
  • Der klinische Ansatz von Dr. Yousefpour: Eine individuelle Analyse des chirurgischen Zugangs und Erstellung einer mikroanatomischen Kartierung, um die motorische Nervenfunktion zu erhalten und die endgültige Narbe zu optimieren.

Unsere Verfahren: Indikationen, Expertise, Genesung & Vorsichtsmaßnahmen

1. Ohrspeicheldrüsenchirurgie (Parotidektomie)

Die vor und unterhalb des Ohrs gelegene Ohrspeicheldrüse (Parotis) wird vom Nervus facialis durchzogen, der die Bewegung sämtlicher Gesichtsmuskeln steuert. Der Eingriff umfasst je nach Ausdehnung und Art der Läsion die teilweise Entfernung (oberflächliche oder partielle Parotidektomie) oder die vollständige Entfernung der Drüse.

  • Indikationen: Gutartige Tumoren der Ohrspeicheldrüse (pleomorphes Adenom, Warthin-Tumor/Zystadenolymphom), bösartige Tumoren, chronische Sialadenitis oder Parotiszysten.
  • Die spezifische Expertise von Dr. Yousefpour: Systematischer Einsatz einer kontinuierlichen Überwachung des Nervus facialis (NIM-Neuromonitoring), kombiniert mit Vergrößerung unter dem Operationsmikroskop, um jeden motorischen Nervenast einzeln zu identifizieren, zu präparieren und zu erhalten. Ein facelift-artiger Schnitt (modifizierter Redon-Zugang oder periaurikulärer Schnitt) wird verwendet, um die Narbe perfekt in natürlichen Hautfalten und dem Haaransatz zu verbergen, zusammen mit einer Auffüllung des Drüsendefekts, um eine postoperative Einsenkung der Wange zu vermeiden.
  • Genesung: Mäßige Schwellung der Ohrspeicheldrüsenregion für 1 bis 2 Wochen. Häufig wird eine Saugdrainage gelegt, die nach 24 bis 48 Stunden entfernt wird. Ein Taubheitsgefühl des Ohrläppchens ist häufig und vorübergehend und hält einige Monate an. Rückkehr zu normalen Aktivitäten nach 10 bis 14 Tagen.
  • Mögliche Komplikationen: Vorübergehende Gesichtsschwäche aufgrund der schonenden Nervenpräparation (spontane Erholung in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle innerhalb von Wochen bis Monaten), lokalisiertes Hämatom oder Serom, vorübergehende Speichelfistel, Frey-Syndrom (Hautschwitzen beim Kauen — selten und behandelbar).
ℹ️ Weitere Informationen: Ausführliche Erläuterungen, Patientenleitfäden und Erklärvideos finden Sie auf unserer ausschließlich diesem Eingriff gewidmeten Website: www.parotide.eu.

2. Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse (Submandibulektomie)

Die unter dem Unterkieferrand gelegene Unterkieferspeicheldrüse wird vom Ramus marginalis des Nervus facialis (der den Mundwinkel senkt), dem Nervus lingualis (Empfindung und Geschmack für die Zungenhälfte) und dem Nervus hypoglossus (Zungenbeweglichkeit) umgeben.

  • Indikationen: Große obstruktive Speichelsteine (nicht endoskopisch/sialendoskopisch entfernbar), wiederkehrende chronische Infektionen (Sialadenitis) sowie gutartige oder bösartige Tumoren des submandibulären Raums.
  • Die spezifische Expertise von Dr. Yousefpour: Ein minimalinvasiver Halsschnitt, präzise in einer natürlichen Halsfalte platziert (mindestens 2 bis 3 cm unterhalb des Unterkieferrandes), um die Narbe zu verbergen. Feine subkapsuläre Präparation und sorgfältige Blutstillungskontrolle, um den vollständigen Schutz des Ramus marginalis des Nervus facialis und des benachbarten Nervus lingualis bei der Freilegung des Ausführungsgangs (Ductus Wharton) zu gewährleisten.
  • Genesung: Mäßige Schluckbeschwerden in den ersten Tagen, gut kontrollierbar mit Schmerzmitteln. Submandibuläre Schwellung für 7 bis 10 Tage. Entfernung von Nähten oder resorbierbaren Fäden gemäß Protokoll. Rückkehr zu Aktivitäten nach 7 bis 10 Tagen.
  • Mögliche Komplikationen: Halshämatom, vorübergehende Schwäche des Muskels, der den Mundwinkel senkt (ein vorübergehend asymmetrisches Lächeln), Parästhesie oder eine vorübergehende Veränderung des Zungenempfindens, geringfügige Mundtrockenheit (die übrigen Speicheldrüsen kompensieren die Sekretion vollständig).

Informierte Einwilligung: Klarheit & Vertrauen

Jeder Eingriff an den Speicheldrüsen erfordert vorab eine vollständige, transparente Aufklärung, damit Sie sich der Behandlung mit vollständiger Ruhe stellen können.

Während Ihrer eigens dafür vorgesehenen präoperativen Beratung:

  • Wir besprechen gemeinsam Ihre Bildgebung (Ultraschall, MRT, DVT), um die Läsion und ihre umgebende Anatomie zu visualisieren.
  • Der chirurgische Eingriff, der ästhetische chirurgische Zugang und die Technologien zum Schutz der Nerven (Überwachung) werden Ihnen Schritt für Schritt erläutert.
  • Der typische postoperative Verlauf, die Nachsorge und die spezifisch mit der Drüsen- und Nervenanatomie verbundenen Risiken werden offen besprochen.

Ein personalisiertes Aufklärungs- und Einwilligungsformular wird Ihnen zur Verfügung gestellt, damit Sie sich vor jeder chirurgischen Entscheidung in Ruhe die nötige Zeit zum Nachdenken nehmen können.